Zu meinem Erstaunen muß ich zugeben, daß mir mein Job bis zum heutigen Tag Spaß macht.
Einen großen Teil dazu beigetragen haben alle (und ich meine alle!) Kollegen, Chefs,
sowie die Gruppenführung und die Werkstattler.
Sollte ich jetzt jemanden vergessen haben, der kann sich gerne zu den Chefs zählen.



Im Jahre des Herrn 1984 habe ich mit der dreijährigen Lehre zum Holzbearbeitungsmechaniker (kurz "Sagler") in Dorfen begonnen und durchgezogen.
Mein damaliger Chef bewunderte mich dafür.
Und es hat mir dort wirklich viel Freude bereitet, mit Holz umzugehen.
Riesige Maschinen übten schon immer eine Faszination auf mich aus. Damals habe ich noch 65kg gewogen, was heißen soll,
daß ich noch alle Kalorien verbraten habe, die ich in mich hineingefressen habe
und ich hab viel in mich hineingefressen.



Dann kam das Jahr 1987 und die Ausbildung war zu Ende, ich mußte mich nach einem anderen Betrieb umsehen. Dann fand ich bis zum Barras
die Sägerei in Wifling, in der ich mich etwa bis zum 01.April 1988 vergnügen durfte. Hat ebenfalls Spaß gemacht.
Ich hatte immernoch unter 70kg.



Barras, Bundeswehr, Y-Reisen, oder was auch immer verlangte meine volle Aufmerksamkeit.
Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher. Und das vier Jahre (und 2 Monate wegen Wehrdienstverkürzung).
Das dumme an der Sache war folgende: Ich nahm an Gewicht zu, da mir jegliche Bewegung fehlte.
Als ich mein Problem dem Kompaniechef vortrug mit der Bitte, am Kompaniesport teilnehmen zu dürfen, sah er mich blöd an und fragte mich,
ob ich meine Arbeit erledigt habe. Als VersorgungsUffz hast du immer Arbeit.
Schließlich schlug ich am 31.Mai 1992 das Kreuz, küsste den Boden vor der Kaserne,
spendete einen großzügigen Betrag an notleidende Manager und verließ die Kaserne ein letztes Mal.
Allein, ohne Begleitung, und ohne mich nochmal umzudrehen.
Vier verlorene Jahre und inzwischen ca. 90kg unter den Rippen.



Ich habe am 01.07.1992 bei der SWM angefangen und zwar als Rußbremser.
Im Jahre 2002 wechselte ich zum Bahnhof 2 (Klingelbremser).
Am 20.12.2012 (ulkig) habe ich die U-Bahn Prüfung zum Kellerbremser bestanden.



Nach einer schweren Krankheit (2013) war ich ca. 1 ¾ Jahre vom Fahrdienst ausgeschlossen, arbeitete danach ca. 1 Jahr bei der Kundenbetreuung.



Ich bin seit ca. einem Jahr wieder voll im Fahrdienst (U-Bahn), Tram und Bus will ich jedoch nicht mehr fahren.
Die Zeit bei der Kundenbetreuung hat mich bereichert, insofern ich die U-Bahnhöfe auch hinter den Kulissen kenne.
Nur darf ich aus mir unnachvollziehbaren Gründen Fahrdienst und Kundenbetreuung nicht kombinieren.
Schade.




Was ich in 2022 machen werde, ist mir noch nicht klar, wahrscheinlich übernehme ich den Laden.



Hier ein paar Bilder aus meinem Alltag, bzw. meinem ehemaligen Tram/Bus-Alltag.




Das ist wiedereinmal ein echter Quatsch, ist aber (denk ich doch) gelungen.



Diese beiden P-Wägen habe ich am Petuelring geschossen, den 27er hab ich selber gefahren.
Anschließend habe ich das Foto gelöscht, jedoch mit einer Software in geringerer Auflösung wieder hergestellt.
Der Michael hat dieses dann bearbeitet und das bestmögliche gebastelt.



Der Ärmste rostet vor sich hin, dabei war er einer der Ersten.



Da hat mal ein Partygänger ein netten Einfall gehabt. Hoffentlich taucht er in keiner Verbrecherkartei auf...



Das habe ich eine Zeitlang vorm Ausrücken als Blendschutz gebastelt.
Hoffentlich hat sich der eine oder andere Fahrer gefreut...



Das ist die Gangway vom Parkhaus zum Bhf Fröttmaning in der Früh, als Arbeiter den Boden neu geölt haben.
War eine ziemlich rutschige Angelegenheit.