Die Andrea war meine liebe Ehefrau und ist im Alter von 50 Jahren an einer seltenen,
aber bescheuerten Krankeit (M.E.L.A.S.) gestorben, eigentlich an multiplem Organversagen.
Ich habe ihr damals als ich mit der Webseite (ca. 2001) angefangen habe versprechen müssen,
sie nicht auf dieser Ebene zu erwähnen, aber es ist ja jetzt so, daß ich da ja keine personenbezogenen Infos anbiete,
sondern nur allgemeine Infos über unser gemeinsames Leben, also denk ich, das geht so in Ordnung.

Weitere Bilder (außer den Untersten) will ich trotzdem nicht veröffentlichen.

Den chaotischen chronischen Verlauf bitte ich zu entschuldigen, da ich keine Rücksicht darauf genommen habe,
die prägendsten Ereignisse waren mir wichtiger.

Kinder waren uns, dem Weißbärtigen sei Dank nicht vergönnt gewesen.

Ja, die Andrea hab ich im letzten Jahrtausend (1998) kennen und lieben gelernt,
1999 sind wir dann in Waldtrudering (München) zusammengezogen
(3-Zimmer Wohnung ca. 120qm) weil wir Nachwuchs eingeplant haben,
2004 haben wir uns ja dann auch einen Hund angeschafft, der allerdings (auch schon am 15.12.2017) gestorben ist.
Am 01.04.2000 haben wir uns dann das Jawort gegeben, August 2002 ist dann die Krankheit ausgebrochen.
Wir hatten noch einige schöne Urlaube in Salzburg, Wien, Madeira (verspätete Flitterwochen), Irland, England (London),
Malta und Sardinien gemacht, sowie einige Städtereisen.
Die letzte war nach Dresden im Herbst 2011, die ich auf Wunsch der Andi eher beendete und wir wieder heimfuhren.
Da bemerkte ich schon, daß da mit der Andi irgendwas nicht mehr stimmte.

Als sie dann die Krankheit (2007) anscheinend überwunden hatte, brach diese aber erneut aus,
von dessen Wiederauftritt sie sich dann nicht mehr erholen konnte,
kämpfte aber immernoch weiter bis zum Jahreswechsel 2011/2012.
Sie mußte dann im März 2012 in ein Pflegeheim, in dem sie dann bis zu ihrem Tod ganz langsam immer weniger wurde,
ob sie sich dessen bewußt war, kann ich nicht sagen.
Sie hat die letzten zwei Jahre kein Wort mehr gesagt, was bedeutet, ich hab ihre Stimme seit dem nicht mehr gehört
und kann mich auch nicht mehr daran erinnern, was mich sehr traurig macht.
Im Winter 2018 ist sie dann wegen einer Infektion ins Rotkreuzklinikum gekommen und hat sich davon nicht mehr erholt.
Viele Wochen vor ihrem Tod hatte sie dann doch nochmal alle ihr zur Verfügung stehenden Kräfte gesammelt,
nur um mir sagen zu können:
"Ich liebe dich doch auch...", weil ich ihr immer wieder gesagt habe, daß ich sie liebe.
Am Tag vor ihrem Tod habe ich noch eine Beweisaufnahme gemacht,
um dem Hospitzverein zeigen zu können, welche unsagbaren Schmerzen die Andi aushalten muß.
Das kleine Filmchen dauert ca. eine Minute und kostet mich enorme Überwindung,
es anzusehen und jedesmal treibt es mir Tränen in die Augen.

Ich hab sie niemals allein gelassen, immer geliebt,
sie ist aber allein und lt. Aussage der Ärzte/Pfleger ohne Schmerzen am 26.05.2019 um ca. 07:30 gestorben.
Ich wurde, als ich auf dem Weg zu ihr war, am Handy angerufen und über Ihr Ableben informiert.

Am 15.06.2019 haben der Michael, dessen Lebenspartnerin, inzwischen Ehefrau und ich den
Jahrgangs-Madeirawein (1969), den wir uns noch vor Ort gekauft haben geöffnet,
den eigentlich die Andi und ich an ihrem fünfzigsten trinken wollten.
Dieses Vorhaben war der Andrea nicht mehr gestattet,
wir haben aber auf ihr "Wohl" angestoßen, der Wein ist grandios.

Zum Schluß noch eine Anmerkung was die Regelung des Nachlasses betrifft:
Macht unbedingt ein Test-am-End', möglichst handschriftlich.
Ihr spart den Hinterbliebenen einen riesen Verwaltungsaufwand.



Zum Ende doch noch ein Bild von ihrer Hand zwei Tage vor ihrem Tod.
Sie war total entspannt und ohne Schmerzen.



Und für diejenigen, die bei der Beisetzung nicht dabei sein wollten, oder konnten, hier das Sterbebild
und wer eines von mir haben will,
der kennt meine Telefonnummer und bestellt eines bei mir, bekommt aber nur noch eine Kopie.




Die Andrea möge dort, wo sie jetzt ist, Frieden und Ruhe finden.
ICH LIEBE DICH, VERGISS' DAS NIE,
SOWIE ICH DICH NIE VERGESSEN WERDE.